Wurde das Centrum einem Shoppingcenter geopfert, das keiner braucht und niemals kommt?

Welcher Schreck ereilte die Erfurter Nachtkultur. Nach 17 Jahren starb Ende März 2016 ein Stück Identität unserer Stadt. Aber wo Schatten fällt, ist das Licht nicht weit. Zum Wohle unserer Innerstädtischen Einkaufsstadt verspricht ein Investor kurzweilige Glücksgefühle beim Einkaufsbummel in einem neuen Shoppingcenter.  Dass das Centrum als ein Bauernopfer der Verteilungsschlacht zwischen Innenstadthandel und Thüringenpark unter die Räder kam, hat offensichtlich keine unserer gewählten Vertreter*innen im Stadtrat interessiert.

Der großspurig angekündigte Bioladen ist seither abgesprungen. Auch die andernorts leer stehenden Geschäfte in der Innenstadt lassen die Erweiterung städtischer Einkaufsflächen in Zweifel ziehen. Sind Sie schon mal gefragt wurden, welche Innerstädtischen Nutzungsformen für Sie einen wirklichen Mehrwert ausmachen würden?

Nicht fehlen soll an dieser Stelle der pikante Hinweis, dass das geplante Einkaufszentrum eine Nettogröße von knapp 5000qm erhalten sollte. Ein Schelm wer Böses denkt und im Erfurter Einzelhandelskonzept geschrieben findet, dass Einzelhandelsvorhaben erst ab 5000qm Verkaufsfläche „einer dezidierten politischen und fachlichen Bewertung unterzogen werden.“

Und noch pikanter, aber leider schon Routine: Wenn alles in Sack in Tüten ist, darf auch die Bürgerin und der Bürger mitreden. So kündigt das heutige Amtsblatt vom 9. Juni 2017 die „frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung“ an.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.