Wie viele kostenfreie Mittagessen bekämen Erfurter Kinder für den Umbau des Stadions?

Ein Vergleich von Äpfel und Birnen?

Finden wir nicht!

Natürlich ist hier eine Vielzahl von Rechnungen möglich. Um die Frage mit dem geplanten Eigenanteil der Stadt von 5,82 Mio. Euro und einem kalkulierten Essen von 2,50 Euro zu beantworten: 2 328 000! Die eigentliche Frage dreht sich jedoch darum, ob unsere Verwaltung in der Lage ist Vorhaben in dieser Größenordnung zu steuern und mit welcher heißen Nadel das finanzielle Konzept gestrickt wurde, welches auf unser aller Schultern lastet. Nicht öffentliche Sondersitzungen des Stadtrates und wiederholte Rettungsaktionen der Betreibergesellschaft zehren an den Nerven der Erfurter Bevölkerung und erweisen unserem Fußballclub einen Bärendienst.

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3 Kommentare for “Wie viele kostenfreie Mittagessen bekämen Erfurter Kinder für den Umbau des Stadions?”

Jonas

sagt:

”Wie viele kostenfreie Mittagessen bekämen Kinder für den Umbau des Stadions?”

Ganz plump gefragt: warum sollte man ein neues Stadion umbauen und warum sollen die Kinder dafür ein Mittagessen bekommen? Gegen Kinderarbeit! So – jetzt können wir uns auf Augenhöhe unterhalten, schließlich haben nun beide Seiten relativ polarisierend und ohne Rücksicht jeglicher Grundlage gepöbelt. Etwas übertreiben muss da natürlich sein – das wissen Sie wohl mit am Besten.
Die Erstellung des Stadions funktionierte freilich ausschließlich über Geld – wie alles heutzutage. Neben dem Geld, dass die Stadt investieren musste, kam der Großteil aus einem EU-Fördertopf. Das Stadion hätte man so oder so sanieren, Geld also sowieso in die Hand nehmen, müssen. Durch den Um- bzw. Neubau wurde viel über die EU abgefedert – die Summen, die die Stadt hätte aufbringen müssen, wären wohl die gleichen, wenn nicht gar mehr, gewesen. Nicht zuletzt aus der Politik oftmals verlautet wurde, dass es verschiedene Töpfe gibt, aus denen Geld für jenes oder dieses verwendet werden kann.
Welcher politischen Einstellung liegt es zu Grunde, sich vor allem neuen zu verschließen und im gleichen Atemzug kostenlose Mittagessen zu fordern. ”Los Erfurt – bauen wir die nächsten 20 Jahre Nichts neues und lassen die Kinder dafür für mau Mittag essen”. Andere Frage: wie viele kostenlose Mittagessen bekamen die Kinder vor dem Umbau?
Eine letzte Frage erlaube ich mir auch zu stellen: wie viel Freibier hätten die Fans für die Investition ihres Transporters bekommen?

Liebe Grüße und immer am Ball bleiben

mwserfurt

mwserfurt

sagt:

Sehr geehrter Herr Jonas,
vielen Dank, dass Sie auf die Frage reagieren und eine sachliche Kritik anbringen. Ziel unserer Frage ist die Öffnung eines Diskurses zur Entwicklung unserer Stadt. Da gehört Überspitzung wie Sie schon festgestellt haben ab und an dazu. Uns geht es nicht um die Frage Stadion oder nicht, sondern um die Aushandlungsprozesse in der Stadt. Und um die Attraktivität und Zugänglichkeit dieser….

derich

sagt:

Vorschlag für ein weiteres Thema:
wieviele Flussschleifen-Freibäder (das war ein Vorschlag im Rahmen der Erstellung des Bäderkonzeptes) hätte man entlang der Gera anlegen können, wenn man sich nicht von einer Gruppe von vermeintlichen Rettern der Erfurter Badekultur hätte dazu bringen lassen ein Dreienbrunnenbad als Bad sanieren und erhalten zu müssen? Hier siegte der Populismus und die Angst vor der lauten und grellen Stimme reichweitenstarker Akteure und darüber vertretenes Partikularinteresse vor dem Allgemeininteresse. War hier die Dynamik der Entscheidungsfindung nicht jener bei der MFA sehr ähnlich?

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