Welches Gewicht haben die Stimmen der Ortsteilbürgermeister*innen im Rathaus?

Zuhören wäre jedenfalls für den Anfang nicht schlecht.

Nicht, dass auch unbequeme Entscheidungen manchmal einfach zu treffen sind. Doch bekanntlich macht der Ton die Musik. Wie beim Dezernentenkarussell im Rathaus werden auch Betroffene in den Ortsteilen kaum als Akteure auf Augenhöhe akzeptiert sondern es wird über Ihre Köpfe hinweg entschieden.

Besonders aktuelles Beispiel zum Gewicht der Stimmen aus den Ortsteilen stellt Urbich dar: Während die Stadt und die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) statt der fruchtbaren Äcker in Urbich lieber ein Gewerbegebiet sehen wollen, favorisiert die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger des Ortsteils mit ihrem Ortsteilbürgermeister die sogenannte Null Variante, welche sich für den Erhalt des fruchtbaren Bodens und der Kulturlandschaft ausspricht. Diese klare Haltung führte im Rathaus bisher nicht dazu, diese Stimmung aus dem Ort zu ernst zu nehmen.

Unbestritten dürfte wohl sein, dass das Eintreten der Ortsteilbürgermeister*innen für die Interessen der Dörfer und Ortsteile immer wieder ein Kraftakt ist. Unzählig sind die Beispiele unabgestimmten Verwaltungshandelns, welches vor Ort meist nur Kopfschütteln auslöst. Von Schmira bis zur Sulzer Siedlung ist man bemüht Vereinsleben und Ortsteilkultur zu erhalten. Vom Rathaus fühlt man sich wenig gehört und findet sich allzu oft in der Situation wieder, dass Finanzfragen auf dem Rücken der Ortsteilbürgermeister*innen ausgetragen werden.

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