Warum verkauft die KOWO unseren letzten preiswerten Wohnraum?

Die Mieten steigen! Und das nicht nur weil der Wohnraum knapp ist, sondern vor allem weil Kaufen und Verkaufen von Wohnungen und Immobilien für Anleger Rendite verspricht. So verkommt Wohnen und Leben immer mehr zum Spielball kurzfristiger Gewinnerwartung.

Da ist es gut, wenn eine Stadt eine eigene Kommunale Wohnungsbaugesellschaft hat. Umso besser, wenn sich weitere Wohnungsgenossenschaften in der Stadt, Daseinsvorsorge statt Profitorientierung auf die Fahnen schreiben.

Um „die Platte“ zu sanieren und neu zu bauen, sucht auch die Kowo nach Gewinnen um genügend Eigenmittel für ihre Investitionen  aufzubringen.

Die Nebenwirkungen? Fast jeder kennt Beispiele aus dem Freundes- oder Bekanntenkreis, bei denen Menschen aus Kowo Wohnungen ausziehen mussten oder der Auszug bevorsteht, weil die Häuser verkauft wurden. Über lange Jahre gewachsene Nachbarschaftsstrukturen werden aufgebrochen. Die bedauernswerten Schicksale der zum Auszug verdammten Mieter sollten nicht länger als alternativlos hingenommen werden.

Erst recht nicht, wenn folglich private Investoren mit dem verkauften „Tafelsilber“ der Kommunalen Wohnungsbaugesellschaften Geld verdienen.

Tabelsilber unter dem Hammer (Kowo vom 08.06.2017)

Bewohner wehren sich gegen Kowo- Pläne (Thüringer Allgemeine vom 05. August 2015)

Nach Verkauf in Erfurt: Mieter fühlen sich aus dem Haus gedrängt (Thüringer Allgemeine vom 05. Mai 2017)

 

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