OB-Zimmer frei! – Welchen Mehrwert haben Walsmann und Bausewein?

OB-Zimmer frei! – Welchen Mehrwert haben Walsmann und Bausewein?

OB Zimmer Frei – Welchen Mehrwert haben Walsmann und Bausewein? hieß es Dienstag Abend im übervollen Nerly. Solveig Kögel und Christian Prechtl moderierten den Abend anhand der Programmpunkte der Mehrwertstadt. Zu diesen positionierten sich Marion Walsmann und Andreas Bausewein, um den unentschlossenen Wählerinnen und Wählern der Mehrwertstadt ihre Schnittmengen und Unterschiede aufzuzeigen. Auch wenn die Luft gegen Ende dünner wurde, handelte es sich um einen kurzweiligen Abend. Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an Frau Walsmann und Herrn Bausewein, dass Sie sich für dieses ungewöhnliche Format die Zeit genommen haben. Dankeschön auch ans Nerly mit besten Wünschen für die Zukunft.

Die inhaltlichen Angebote und Unterschiede offenbarten sich uns Ausschnittsweise wie folgt:

Während Frau Walsmann beim Thema Wohnen auf die Drosselung der Gewinnabführung seitens der KOWO an die Stadt und ein Kinderbaulandmodell setzt, führt Herr Bausewein ein Baulandmodell mit 20% Bindung von Sozialwohnungen sowie die Einsetzung eines Immobilienlotsen ins Feld.

In Sachen Verkehr setzt Frau Walsmann auf Rücksichtnahme, das Zusammenbringen verschiedener Mobilitätsformen und stellte die Förderung von E-Mobilität in Aussicht. Herr Bausewein verwies unter anderem auf die Planungen zum kostenlosen ÖPNV für U18, sowie die Einführung der Begegnungszone in der zweiten Jahreshälfte.

Beim Thema Ortsteile möchte Herr Bausewein gern offensiver zum Mitgestalten einladen, während Frau Walsmann sich für die Einführung von Ortsteilkonferenzen ausspricht.

Ein klarer Unterschied offenbarte sich in der Frage Videoüberwachung öffentlicher Räume, konkret des Angers. Während Frau Walsmann auf positive Erfahrungen anderer Städte verweist, lehnt Herr Bausewein Videoüberwachungen ab.

Frau Walsmann möchte die Stadtverwaltung zu einem Dienstleister auf Augenhöhe ausbauen und E-Government einführen. Herr Bausewein wünscht sich zukünftig weniger Ideologie und verweist darauf, dass Aus- und Fortbildung einen zukünftigen Schwerpunkt bilden werden.

Es ist nun an Euch zu entscheiden! Geht bitte wählen.

Ein Spaziergang durch die Magdeburger Allee

Ein Spaziergang durch die Magdeburger Allee

War das jetzt nur Wahlkampf, oder hatte Frau Walsmann wirklich Interesse an dem, was die Bürgerinnen im Erfurter Norden bewegt? Da Frau Walsmann den Erfurter Norden mit Angsträumen in Verbindung brachte, lud ich sie ein, um den Blick für die eigentlichen Probleme im Norden zu schärfen. Die Bilanz ist ernüchternd.

Zum gegenseitigen Verständnis zwischen den Soziokulturellen Akteuren und Frau Walsmann hat der Rundgang schlichtweg nicht getaugt. Zu stark schienen die mitgebrachten Bilder und Vorurteile im Kopf. Einigkeit gab es hingegen bei dem Punkt, dass ein kurzer Draht zum Kontaktbereichsbeamten der Polizei notwendig ist. Die nachteiligen Auswirkungen, welche unverhältnismäßige Polizeikontrollen für Menschen, Barbesitzer und das ganze Viertel nach sich ziehen, konnte Frau Walsmann und einige Teilnehmenden des Rundgangs auch nach eingängigen Erklärungen nicht nachvollziehen.

Ein lebendiger Einzelhandel mit kleinteiliger Versorgung und Dienstleistung, sowie die weitere Förderung der Soziokultur mit ihrer positiven Leuchtturmfunktion für die Gesamtstadt ist noch immer das Beste Konzept für eine Achse, wie die Magdeburger Allee. Was es endlich braucht ist die Gleichbehandlung von Innenstadt und Stadtteilen.

Einen herzlichen Dank an dieser Stelle nochmal für die herzliche Versorgung mit warmen Getränken und Kuchen an das Klanggerüst e.V. und der Ilvers Musikbar und all jenen, die durch ihr Mitwirken den Rundgang bereichert haben, vor allem für die Diskussionsanregung der Ständige Kulturvertretung Erfurt.

Das öffentliche Hinterzimmergespräch zur Erfurter OB-Wahl 2018

Das öffentliche Hinterzimmergespräch zur Erfurter OB-Wahl 2018

Wer wird neue Oberbürgermeisterin oder neuer Oberbürgermeister in Erfurt?
Nach 16 Jahren Manfred Ruge, könnte nun auch die SPD mit Andreas Bausewein diese Zeitspanne voll machen. Zahlreiche Städte und Kommunen in Thüringen beweisen, dass mehr und mehr Wählerinnen und Wähler, Personen der kleineren Parteien oder gar parteilosen Kandidat*innen ihr Vertrauen schenken.
Welche Eigenschaften und Kompetenzen sind für das Amt notwendig und was braucht es in Erfurt? Welche Angebote und Optionen bieten sich jenseits von SPD, CDU und AfD? Wir hoffen auf Antworten!

Dienstag, 19. Oktober 2017 | 19- 22 Uhr | Café Nerly

Unterwegs mit der Mehrwertstadt im Rieth und am Berliner Platz

Unterwegs mit der Mehrwertstadt im Rieth und am Berliner Platz
Wir erkunden die Wohngebiete im Erfurter Norden, gemeinsam wollen wir nach Historie und Geschichten des Stadtteils forschen. Ebenso fragen wir nach Perspektiven und Herausforderungen des Stadtteils und der Menschen, die hier zu Hause sind. Auch Sie haben eine Geschichte, die uns interessieren könnte? Oder Sie sind neugierig, welche Route wir einschlagen und welche Themen uns beschäftigen? Dann kommen Sie vorbei und schließen Sie sich dem Rundgang an.

Datum:

Mittwoch, 27. September 18:00 – 21:00
Treffpunkt: Mainzer Straße, am Brunnen der Vilniuspassage

 

Wo klemmt´s in Erfurt?

Wo klemmt´s in Erfurt?

Wo klemmt´s in Erfurt?

Thementafel mit der Mehrwertstadt Erfurt

Erfurt braucht ein Programm und dafür braucht es dich!

Zwischen Hüpfburg, Kaffee und Kuchen findet sich viel Raum für Ideen und Spinnerei. Am 9. September findet die erste unserer Thementafeln statt, bei der wir den Essenzgenerator in Gang setzen und mit euch die Zukunft Erfurts denken wollen. Egal ob ihr nur eine Stunde oder den ganzen Tag Zeit habt, ihr seid herzlich willkommen. Es gilt: bringt eure Kinder mit, Grosseltern und Freunde.

Und als ob das nicht schon genug wäre, gibt es als Sahnehäubchen auf dem Kaffee: Selfies mit dem Mehrwertstadt- Mobil.

Wann:

9. September 2017 – 12-18:00 Uhr.

Wo:

Die Veranstaltung findet im Bürgerhaus (Thomas-Mann Schule) statt. Hallesche Straße 18, Erfurt.

Alkoholverbot und Gefahrenzone Anger?

Alkoholverbot und Gefahrenzone Anger?

Es tobt eine Diskussion über die Einführung eines Alkoholverbotes auf dem Anger, welche sicher mehr als die Füllung des Sommerlochs darstellt. Zahlreiche Argumente sprechen sowohl für, als auch gegen die Einführung einer Sicherheitszone. Auch andere Teile Erfurts, wie die Magdeburger Allee, kämpfen mit den Folgen der Einstufung eben solcher. Doch die gewünschten Ergebnisse, eine „Normalisierung“ der Verhältnisse bleiben aus. Weder wurde dadurch die hohe Anzahl an Einbrüchen rund um die Allee verringert, noch die Frustration der Anwohner*innen gesenkt, weil sie in Generalverdacht geraten. So beschrieben Gewerbetreibende die Lage als Image- und Geschäftsschädigend, da ein sichtbar hohes Maß an Personenkontrollen den Alltag bestimmen. Ein anderes Beispiel in der Eisenbahnstraße in Leipzig, mit ihrem massiven Kriminalitäts- und Drogenproblem, beweist nur zu gut, dass sowohl die Einstufung in Gefahrenzone, als auch die öffentliche Videoüberwachung die Probleme in die Seitenstraßen verdrängen und dann ein Fehlen von öffentlicher Aufmerksamkeit die Problemlagen eher zuspitzt.

Ein hoffnungsvolles Modell, als Beispiel im Umgang mit einer aktiven Trinkerszene, bot sich zuletzt am Leopoldplatz im Berliner Wedding. Auch wenn dieses nach zwei Jahren schlussendlich scheiterte. Auch Amsterdam und einer Vielzahl anderer Städte wiesen Versuche mit dem Umgang der öffentlichen Trinkerszene auf. Verbote halfen in den wenigsten Fällen weiter. „Deswegen stellen wir uns die Frage, ob die Erfurter Stadtpolitik und Verwaltung sich ein Beispiel nimmt an Modellprojekten anderer Städte? Denn die einfachen Antworten sind selten die richtigen,“ meint Sebastian Perdelwitz, der Sprecher der Wählerinneninitiative Mehrwertstadt Erfurt. Welche anderen positiven Ansätze kennt die Stadtverwaltung? Welche Kooperationsmöglichkeiten mit der Sozialarbeit und Prävention sind zusätzlich möglich, um eine nachhaltige Lösung zu finden, die nicht nur die strapazierte Polizei und vor allem die Mitarbeiterinnen des Ordnungsamtes belastet? Wir glauben, dass eine Kooperation und Zusammenarbeit mit den Fachleuten an der Basis, zum Beispiel mit der gegründeten Cityrunde-Erfurt ein erstes Projekt sein könnte. Zumindest scheint der Ansatz einer kooperativen Lösungssuche erfolgsversprechender, als politische Schnellschüsse.